Unsere Geschichte: Von der Scholle zum modernen Gartenverein
Die Chronik unserer Anlage ist weit mehr als eine Liste von Daten – sie ist ein Spiegelbild der Zeit und Ausdruck einer starken Gemeinschaft, die seit fast einem Jahrhundert besteht.
1924 – 1945: Die Anfänge & Schwere Zeiten
Alles begann bereits um 1924 mit der ersten gärtnerischen Nutzung auf dem heutigen Anlagenteil III. Offiziell wurde der Schrebergartenverein 1928 unter der Leitung von Herrn Manig aus der Taufe gehoben.
Doch die Geschichte verlief nicht ohne Brüche: Ab 1933 erzwang die „Gleichschaltung“ tiefgreifende Veränderungen in der Vereinsstruktur. Dennoch hielten die Gartenfreunde an ihrem Gemeinschaftsleben fest. Der Zweite Weltkrieg hinterließ buchstäblich tiefe Narben – Bombentrichter prägten das Bild dort, wo heute wieder alles in voller Pracht blüht.
1945 – 1989: Wiederaufbau und das Herz der „Dahlie“
In der Nachkriegszeit waren unsere Gärten überlebenswichtig für die Versorgung mit Lebensmitteln. Doch auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz: Legendäre Gartenfeste unter den Vorsitzenden Ernst Pistorius und Werner Holzapfel prägten diese Ära.
- 1964 – Ein Wendepunkt: Die Großanlage „Dahlie“ wurde aufgelöst und die Sparte „An der Blumensiedlung“ im VKSK gegründet. Damit waren die Anlagenteile I, II und III erstmals unter einem gemeinsamen Dach vereint.
- Die 70er & 80er Jahre: Eine Zeit des Schaffens. Trotz Rückschlägen, wie dem Abriss des ersten Vereinsheims für den Wohnungsbau (1974), ließ sich die Gemeinschaft nicht unterkriegen. Das heutige Spartenheim entstand mit viel Eigenleistung und wurde unter Heinz Blumenthal stetig erweitert. Ein schwerer Wirbelsturm im Juni 1980 forderte uns heraus, doch innerhalb weniger Wochen stellten die Mitglieder die Anlage wieder her.
1990 – Heute: Aufbruch in die Moderne
Mit der Wiedervereinigung folgte die rechtliche Neuausrichtung auf Basis des Bundeskleingartengesetzes. Am 9. Februar 1991 wurde unser Verein offiziell neu gegründet und 1992 in das Vereinsregister eingetragen. Unter der langjährigen Führung von Gerhard Degenhart (bis 2004) und später Dr. Jürgen Buchham entwickelte sich die Anlage kontinuierlich weiter.
Meilensteine & Investitionen
Wir investieren beständig in die Zukunft unserer Anlage, um den Gartenfreunden beste Bedingungen zu bieten. Hier ein Auszug unserer wichtigsten Projekte:
Infrastruktur & Technik
- 1991 – 1997: Umfassende Modernisierung des Vereinsheims (Ölheizung, Belüftung, Sanitäranlagen).
- 2008 – 2010: Schaffung von Parkplätzen (Anl. 3) und Modernisierung der Gas- und Elektro-Infrastruktur der Gaststätte.
- 2019 – 2021: Installation neuer Wasserschächte in allen Anlagenteilen.
- 2024 – 2026: Großprojekt: Komplette Erneuerung der zentralen Wasserleitung in Anlage 1.
- Mai, 2026: Großprojekt: Anschluss Vereinsheim an die städtische Kanalisation. Ein großes Dankeschön geht an die Firma: Oppenberger für die fachliche Ausführung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit, die stehts auf Augenhöhe war.
Werterhalt & Gemeinschaft
- 2005 – 2012: Sanierung des Hofes, der Fassaden und komplette Renovierung der Gaststätte.
- 2014 – 2018: Modernisierung des Vorstandsbüros sowie Dachsanierung und Zaunbau am Vereinsheim.
- 2022 – 2023: Erneuerung der Außenzäune in den Anlagenteilen 1 und 2.
Der aktuelle Vorstand
Seit 2026 leitet das aktuelle Team die Geschicke des Vereins:
- Vorsitzender: Helmut Grabias
- Stv. Vorsitzender: Marcel Lemke
- Schatzmeisterin: Ellen Holder
- Schriftführerin: Jana Böhmert
- Schlichtungskommission: Diana Weimar
- Schlichtungskommission: Susanne Schade
- Schlichtungskommission: Antje Krämer
- Kassenprüfer: Stephanie Funke
- Kassenprüfer: Irene Reider
- Ersatz-Kassenprüfer: Melina Frischbier
Unterstützt wird die Arbeit durch unsere Anlagenverantwortlichen (Peter Peters, Dominik Weimar, Friedhelm Spannhaus), unseren Fachberater Thomas Bergner, unseren Gerätewart Andreas Schade sowie unseren Obmann Vereinsheim / Homepage Eric Möritz.
Gemeinsam sorgen wir dafür, dass die „Blumensiedlung“ auch in Zukunft ein Ort der Erholung, der Natur und des herzlichen Miteinanders bleibt.